Bei Narzissmus denken wir vielleicht an Menschen, die sich selbst grandios finden, überall Bewunderung fordern, in Beziehungen zunächst liebevollst umgarnen und nach einer Weile ihreN PartnerIn terrorisieren. Unter narzisstischen Eltern stellen wir uns möglicherweise goldglitzernde Tennis-/Eiskunstlauf-/etc.-Mütter vor, die ihre Töchter zu Höchstleistungen treiben oder Anzug-Väter, denen keine Note ihres Sohnes gut genug ist.

Also: deine Eltern waren "kleine Leute"- und du hast sicherlich keinen narzisstischen Missbrauch erlitten.

Oder?

Übungen... können toll sein, Spaß machen, Überwindung kosten, nichts nützen, je nachdem.

Sie führen nicht unbedingt zu einer dauerhaften Veränderung. Manchmal "schleifen" sie eine neue gesündere Gewohnheit "ein". Sie können auf jeden Fall eine neue Erfahrung ermöglichen, die dir eine Vorstellung davon gibt, was alles möglich ist. Also: ausprobieren.

So nenne ich Dinge, die in einer Krise ein kleines bisschen - vielleicht 5% - die Lage verbessern können - und die wir dann meistens gerade vergessen (das ist keine Charakterschwäche, sondern eine Funktionsweise unseres Gehirns) oder nicht ernstnehmen (dito).

Hier also eine Erinnerungsliste aller kleinen Dinge, die vielleicht in deine persönliche 5%-Liste hineingehören:

Wir Menschen sind soziale Wesen. Als Spezies können wir nicht alleine überleben - auch wenn Autonomie in unserer Gesellschaft als hohes Gut gilt, ist es eine Illusion, dass wir ohne Schreinerin und Lehrer, Nachbarn und Freunde sein könnten. Ein Baby ist als Neugeborenes und vermutlich auch davor schon bindungsfähig zu seiner Mutter, deren Herzschlag es hört, und zu seinen Eltern, deren Stimme es schon im Mutterleib von anderen unterscheiden kann.

Ein Entwicklungstrauma und in der Folge ein negatives Selbstbild oder psychosomatische Störungen können entstehen, wenn in einer Familie gegenseitige Abwertung, Überforderung, Aggressionen, Desinteresse, Gewalt oder eine ähnlich ungünstige Atmosphäre dauerhaft besteht, oder die Familie in schwierigen wirtschaftlichen oder sozialen Verhältnissen lebt. Bleiben grundlegende Bedürfnisse eines Kindes beständig unerfüllt, kann es die altersangemessenen Grundfähigkeiten nicht erlangen.

ACHTUNG: Ich bin keine Medizinerin o.ä.. Bitte wendet euch bei Beschwerden und für Informationen an das medizinische Fachpersonal. Verschreibung, Dosierung, Anwendungshinweise obliegen ebenfalls Ärzten und Heilpraktikern. Ich übernehme keine Haftung für Schäden infolge dieser Informationen.

Vielleicht bist du in einer Krise.

Deine Frage ist: Was tun - und: nehme ich "Chemie" oder nicht?

Hier gibt es keine allgemeingültige Antwort. Pros und Cons zu Psychopharmaka möchte ich hier nicht aufzählen, das weißt du sicher alles selbst oder findest es im Netz. Mir geht es hier um deine SELBSTHILFE, deine ENTSCHEIDUNG,  und ggf. um den UMGANG MIT MEDIKAMENTEN.

Traumata gehören zum Leben dazu. Es ist nichts Ungewöhnliches, ein überforderndes Erlebnis zu haben, wenn man sich umschaut, Zeitung liest oder fernsieht, ist man schon fast mittendrin.

Was nicht besonders gut ist: wie wir in der westlichen Welt damit umgehen. Um ein Trauma zu bewältigen, ist es sinnvoll, das "Zuviel" anzuerkennen, zu teilen, sich Unterstützung zu suchen. Wir mit unserem "Man macht", "Was sollen die Nachbarn denken", der Scham über Gefühle, die mangelnde Verbindung mit unserem Körper, unsere individualistische Vereinzelung - die sicher auch Vorteile hat - ist nicht besonders produktiv, um schwierige Situationen zu bewältigen und in unser Leben zu integrieren.

Dazu brauchen wir Kontakt, Verbindung, Ehrlichkeit, Echtheit, Vertrauen.

Wir Menschen sind soziale Wesen. Wir WOLLEN in Verbindung sein, wir haben Sehnsucht danach, selbst wenn es noch nie in unserem Leben gute Erfahrungen gegeben hat. Es gibt immer ein STREBEN ZUM ANDEREN hin.

Aktuelle persönliche Erfahrungen mit dem SSP (Safe and Sound Protocol)
Zusammenfassung der (Selbst-) Beobachtung von mehreren Menschen, die das SSP  absolviert haben, und die ich persönlich kenne, d.h. es sind konkrete Erfahrungen vor Ort. Manches ist bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger und umgekehrt:

Als ich Stefanie Wagner kennenlernte - einige Jahre her - war sie eine mit ihrem Leben eher unglückliche junge Frau: Einzelhandelskauffrau, Beziehung naja, Lebenszufriedenheit: am Tiefpunkt. Zum Glück, will ich heute sagen.

Denn sie änderte ihr Leben radikal:

Die Sharing-Gruppen, wie Gopal Norbert Klein sie gerade unterstützt, sind teilweise (kostenpflichtige) professionell geleitete Gruppen und teilweise reine Selbsthilfe-Gruppen (günstiger oder umsonst, wenn ein kostenfreier Raum gefunden wird), die einer oder mehrere aus der Gruppe organisatorisch betreut. Wenn du eine Wahl treffen möchtest, welcher Gruppe du dich anvertraust, kann außer dem Ort auch die Organisationsstruktur ein Argument sein. Beides hat seine positiven Aspekte.

Ja, liebe Frauen - ich schätze euch sehr: Ihr seid stark und schön.

Nur gelegentlich vergesst ihr - oder eher vergessen wir - dass wir uns nicht zwischen Schönheit und Stärke entscheiden müssen.

Das autonome Nervensystem (ANS) checkt unablässig die Umgebung auf SICHERHEIT oder GEFAHR ab. Sein einziges Ziel: Dein Überleben.

Nimmt es GEFAHR wahr, hat es DREI Möglichkeiten der Reaktion.

Ja, ihr Männer - ich schätze euch sehr. Ihr seid stark und schön.

Nur leider steht ihr euch gelegentlich ein wenig auf den Füßen, wenn ihr wieder Helden seid, statt Partner.

Wundern Sie sich auch gelegentlich über (scheinbar) unverständliche Zustände oder Symptome? Z.b. schlafen Sie schlecht, obwohl es keinen Grund dafür gibt... Ihr Herz schlägt ganz heftig ohne körperliche Anstrengung... Sie werden plötzlich ganz mutlos und Ihre Freundschaft oder Beziehung kommt Ihnen schlecht und alles Bemühen darum sinnlos vor?